Ansichten von Werder (Havel) - traditionell & modern

Werder (Havel) – eine historisch reizvolle Landschaft

Die Stadt liegt 35 km südwestlich von Berlin im Nordosten der von der letzten Eiszeit geprägten Flusslandschaft an der Havel. Der älteste Stadtteil findet sich auf einer Insel in der Havel, daher rührt wohl auch der Name der Stadt, denn Werder bedeutet Insel im Fluss.
Die historischen Wurzeln der Stadt reichen bis ins Mittelalter zurück. Die Stadt Werder wurde erstmals 1317 erwähnt. Am 7. Juli des Jahres 1317 verkaufte Ritter Sloteke, Truchsess des Markgrafen Waldemar, Werder auf Geheiß seines Herren für 244 Mark Brandenburgischen Silbers an das Kloster Lehnin. Diese Verkaufsurkunde stellt die Ersterwähnung dar.

Die wirtschaftlichen Grundlagen dieser Zeiten waren die Fischerei, der Weinbau und zunehmend der Obstanbau. Seit 1693 beliefern die Obst- und GemüsebauernWerders Berlin mit Obst und Gemüse. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt war schon immer eng mit Berlin verbunden, die rapide Entwicklung der Metropole im 19. Jahrhundert prägte auch die Entwicklung Werders. So gab es rund um Werder Ziegeleien,von denen jährlich bis zu 30 Mio Ziegel nach Berlin geliefert wurden. Man sagt, fast jedes zweite Haus in Berlin sei damals aus Werderaner Ziegeln erbaut worden.

Auch heute und in Zukunft sind die Lage der Stadt am Wasser, die Landschaft sowie dieNähe zu Berlin und Potsdam wichtige Potentiale der städtischen Entwicklung von Werder (Havel). Heute ist Werder (Havel) eine Stadt mit mehr als23.000 Einwohnern und wird als suburbaner Wohnortmit hohen Wachstumserwartungen charakterisiert. Die jahrhundertealte Geschichte des Weinbaus und des Fischereigewerbes, der traditionsreiche Obstanbau rund um Werder und die vielfältigen Wassersportmöglichkeitenan und auf den die Stadt umgebenden Havelseen sind heute die touristischen Anziehungspunkte,um unsere Stadt bei einem Besuch zu entdecken.Nicht zuletzt die historische Altstadt mit ihrem Ursprung auf der Insel inmitten der Havel ist einzigartig in Brandenburg und das Sahnehäubchen der Ausstrahlungskraft von Werder (Havel). Die Fischerei, als das älteste Gewerbe in Werder (Havel), ist geprägt von Traditionen, die besonders den Charakter der Altstadtauf der Insel bestimmten und auch zukünftig beeinflussen werden. Enge Gassen, teilweise kleine gedrungene Häuser vermitteln hier den Eindruck einerFischersiedlung. Am östlichen Ufer der Insel ist diesbesonders ausgeprägt.Seit 1993 ist die Innenstadt Werders städtisches Sanierungsgebiet.Dazu gehören sowohl die malerische Inselstadt, deren städtebauliches Konzept im wesentlichenim 17. Jahrhundert entstanden ist, als auch dasGeschäftszentrum in der gründerzeitlichen Vorstadt.

Der mit der Sanierung eingeleitete Entwicklungsprozess wurde von Beginn an so gesteuert, dass er aktivvon den Bürgern und Bürgerinnen mitgestaltet wird. Alle wichtigen Prozesse bei der Vorbereitung undDurchführung von Planungen sind öffentlich und für die Bewohner einsehbar. Private Baumaßnahmen werden am Ort mit den Planungsbeteiligten und den Bauherren besprochen und so abgestimmt, dass die gesetzlichen Auflagen aus Denkmalschutz und Gestaltungssatzung erfüllt und oft mit einem öffentlichen Zuschuss unterstützt werden können. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die Herrichtung der Straßen und Plätze gelegt, deren Art und Weise sich ebenfalls am historischen Ortsbild der Stadt orientiert. Mit einer vernünftigen Relation von Neubau und behutsamer Gebäudesanierung und sinnvoller Nutzung gewachsener Strukturen gestalten die Werderaner den Charakter ihrer Stadt als Wohn-, Arbeits- und Erholungsort lebendig.
 
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Werder (Havel) - gestaltbare Zukunft